Liberale Frauen: „Gemeinsame Idee tragen“Erika Schellmann als Bezirksvorsitzende Liberale Frauen wieder gewählt

Ludwigsburg/es: Bei der Jahreshauptversammlung der Liberalen Frauen Bezirk Ludwigsburg (LIF) konnte die alte und neue Vorsitzende Erika Schellmann, Remseck, einen erfolgreichen Rückblick halten. Auf der gut besuchten Veranstaltung wurde der Vorstand neu gewählt. Neben der Vorsitzenden Erika Schellmann wurden Dr. Kirsten Braunwarth, Ludwigsburg, und Katinka Marx, Bietigheim-Bissingen, zu Stellvertreterinnen gewählt. In ihrem Rechenschaftsbericht ging Erika Schellmann besonders auf die Aktion „Frauenrente – hartes Brot“ anlässlich des Weltfrauentages auf dem Ludwigsburger Marktplatz ein, die ein großer Erfolg war. LIF sei Mitglied im Ludwigsburger Frauenforum. Geselliger Jahresabschluss und ein spaßiges Kegeln gehören ebenso zum Programm der Liberalen Frauen wie der Besuch der Landesmitgliederversammlung. Im Sommer kommt die Justizministerin Corinna Werwigk-Hertneck nach Remseck zu einer kreisweiten Veranstaltung. Erika Schellmann sagte aber auch, dass die Startphase der LIF schwierig gewesen sei, inzwischen aber durch persönliche Bindungen eine „Mit-Mach-Organisation“ entstanden sei.

Die Remseckerin wies darauf hin, dass eine Mitgliedschaft bei den Liberalen Frauen an keine parteipolitische Verpflichtung geknüpft sei. LIF kommt es vor allem darauf an, aus Frauensicht aktiv in die gesellschaftlichen Themen einzugreifen und Stellung zu beziehen. Schlagworte dazu seien: „Chance statt Quote“, „Vereinbarkeit Familie und Beruf“, „Frauenförderung“, „Familie und soziale Sicherung“. Wer sich angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen. Spontan traten am Abend drei Frauen der LIF bei.

Gast zum Thema: „Frauen in die Kommunalpolitik“ war Gemeinde- und Kreisrat Gustav Bohnert, der zunächst feststellte, es sei ein Klischee, das Männer „Politik oft auf dem Klo machten“. Er ging auf die aktuelle Diskussion um eine Frauenquote speziell bei Kommunalwahlen ein. Hier ist LIF in der Meinung nicht festgelegt, allerdings, Quote um der Quote willen wird abgelehnt.

Teilhabe an der politischen Gestaltung des engsten Lebensumfeldes sei nicht an Lebensalter, nicht an Geschlecht, nicht an Beruf gebunden. „Vielleicht gehört am Anfang etwas Mut dazu“, sagte Bohnert, der die Frauen ermunterte, ihre vielfältige Lebenserfahrung und ihre persönliche Kompetenz in die kommunale Politik aktiv einzubringen.

In der Diskussion wurde Ideen entwickelt, wie in die Kommunalwahlen im Jahre 2004
„aktiv“ eingegriffen werden könne, sei es als Kandidatin, wofür Bohnert warb, sei es als aktive Wahlkämpferin. Sogar die Idee einer eigenen Frauenliste wurde in der Runde diskutiert.

Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

Vorsitzende: Erika Schellmann
Stellvertreterin: Dr. Kirsten Braunwarth
Stellvertreterin: Katinka Marx
Schatzmeisterin: Hildegund Gramespacher (Ludwigsburg)
Schriftführerin: Monika Marx (Bietigheim-Bissingen)
Beisitzerinnen: Elli Reif (Großbottwar), Selma Schäfer (Ditzingen), Gerda Spindler (Kornwestheim), Birgit Vogelmann (Freiberg am Neckar)
Kassenprüferinnen: Ulrike Laés (Hemmingen), Ilse Rietdorf (Kornwestheim)

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