Vorschläge des Landesvorstands finden teilweise wenig Zustimmung bis klare Ablehnung

„70,7% der abgegebenen Stimmen sind ein glasklares Votum der Mitgliederbasis im FDP-Kreisverband Ludwigsburg für Wolfgang Kubicki als ihr Favorit für den Bundesvorsitzend der FDP“ fasst der Vorsitzende des FDP-Kreisverbands Ludwigsburg, Wolfgang Vogt, das Ergebnis einer aktuellen, anonymen Mitgliederbefragung zusammen. „Eine Beteiligungsquote von über 27% der stimmberechtigten Mitglieder ist eine sehr solide Basis für dieses Votum“ bewertet Vogt die Rückmeldungen.
Starke Unterstützung für Helena Herzig
„Auch viele der weiteren Ergebnisse lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig“ fährt Vogt fort. Besonders erfreulich aus Sicht der Liberalen im Landkreis Ludwigsburg sind 63,4% Zustimmung zur Kandidatur von Helena Herzig (Ditzingen) für einen Platz im erweiterten Bundesvorstand. „Ich freue mich sehr, dass mit Helena Herzig ein engagiertes, junges Mitglied aus unserem Kreisverband eine so große Unterstützung von der Parteibasis erhält“.

Michael link soll Bundesschatzmeister bleiben

Für eine Wiederwahl von Michael Link (Heilbronn) als Bundesschatzmeister sprechen sich 71,5% der teilnehmenden Mitglieder aus.
Andere Kandidaten überzeugen weniger
Wenig Zustimmung bis klare Ablehnung erfahren weitere Kandidatenvorschläge, die der noch amtierende Landesvorstand am 25. April 2026 beschlossen hatte. So kommt beispielsweise die baden-württembergische FDP-Generalsekretärin Judith Skudelny (Leinfelden-Echterdingen) nur auf eine Zustimmung von 21,1%.

„Wenn die Zahl der ablehnenden Stimmen die Zahl der Unterstützer überwiegt, in einem Fall sogar fast dreimal so hoch ist, sind Zweifel wohl angebracht, ob die Entscheidungen des Landesvorstandes geeignet sind, die FDP Baden-Württemberg im nächsten Jahr im FDP-Bundesvorstand in einer Weise zu vertreten, bei der sich die nach den letzten Wahlen arg gebeutelten Mitglieder mitgenommen fühlen“ resümiert Vogt. „Die Partei lebt von der Unterstützung durch die Basis. Die sehe ich angesichts solcher Ergebnisse nicht in allen Fällen gewährleistet“.

Vogt fügt hinzu: „Sicher ist dies eine Momentaufnahme und auch lokal beschränkt, aber angesichts einiger Ergebnisse drängt sich schon die Frage auf, ob der Landesvorstand noch den nötigen Bezug zur Parteibasis besitzt. Dies gilt umso mehr bei einem Landesvorstand, der nach dem Wahldebakel vom 8. März 2026 eigentlich geschlossen seinen Rücktritt angekündigt hatte. Wo soll da die innere Legitimation für solche Personalentscheidungen herkommen? Und warum fragt die Landes-FDP nicht mal ihre Mitglieder?“ fragt Wolfgang Vogt weiter.
