„Gibt es etwas Genießbares von Trump?“ Eine Weinprobe der anderen Art.

Die FDP-Landtagskandidatin im Wahlkreis Vaihingen Helena Herzig und ihr Zweitkandidat und FDP-Vorsitzende von Vaihingen-Sachsenheim Jon Buchmüler konnten viele Gäste im Panoramaweingut Baumgärtner in Hohenhaslach begrüßen.

"Gibt es etwas Genießbares von Trump?". Dr. Erik Schweickert, FDP-MdL und Professor für internationale Weinwirtschaft, sagte nicht nein. Doch er hatte dabei den Wein vom Weingut Eric Trump im Sinn. Schweickert erklärte, welche drastischen Folgen Trumps Zollpolitik durch die weltweite Handelsvernetzung für die deutschen Weingüter und Winzergenossenschaften hat. Er verglich die Strukturen in den USA mit riesigen "Weinfabriken", die hohe Marktanteile haben uns sich auf massentaugliche Weine konzentrieren, mit der Situation in Deutschland mit vielen kleinen Anbietern, die für eine große Weinvielfalt sorgen.

Die Nachfrage nach Wein sei rückläufig. Immer mehr Winzer geben auf. Schweickert erklärte, wie der Staat ihnen durch immer mehr - oft sehr fragwürdige - Auflagen und Kontrollen das Leben schwer macht. Reinhard Baumgärtner erzählte anschaulich, wie die Kosten für hier eine neue Vorschrift, dort eine breitere Stichprobe schnell auf mehrere tausend Euro summieren. Der Einzelfall sei verkraftbar, doch in der Summe sei es eine erhebliche Belastung. Viele Weingüter überlebten nur, indem sie ihren Wein direkt an die Kunden vermarkten und dadurch hohe Abschläge für den Groß- und Einzelhandel vermeiden. Helena Herzig meinte, dass die FDP Vorschriften und Gebühren verringern will, damit der Weinbau eine Perspektive bekommt.

Erik Schweickert stieg anschließend ins Auto und fuhr durch die Nacht nach Berlin, da er für den nächsten Morgen ins Morgenmagazin eingeladen war zur Diskussion mit Karl Lauterbach (SPD). Den Sozialdemokraten ist als neue Idee eine "Weinsteuer" eingefallen. Schweickert sagte, er werde Lauterbach klarmachen, dass dies die Existenz vieler Winzer bedrohen würde.

Baumgärtner ließ es sich anschließend nicht nehmen, seine eigenen Weine vorzustellen. Das breite Sortiment aus alteingesessenen und neuen Rebsorten imponierte den Besuchern. Sehr beeindruckt dankten die Gäste um Helena Herzig für den Meinungsaustausch und den Weingenuss.

v.l.n.r. Prof. Dr. Erik Schweickert MdL, FDP-Landtagskandidatin Helena Herzig, FDP-Ortsvorsitzender Jon Buchmüller

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