Mobilitätstalk der FDP mit Landtagskandidat Wolfgang Vogt und den drei FDP-Verkehrspolitikern Christian Jung, Friedrich Haag und Hans Dieter Scheerer
Beim Mobilitätstalk „Mobilität 2040“ des FDP-Kreisverbandes Ludwigsburg hat der FDP-Kreisvorsitzende und Ludwigsburger Landtagskandidat, Wolfgang Vogt, die drei verkehrspolitischen Experten der FDP-Landtagsfraktion Dr. Christian Jung MdL, Friedrich Haag MdL und Hans Dieter Scheerer MdL, für einen Ausblick auf die wichtigsten verkehrspolitischen Handlungsfelder für die neue Landesregierung in Kornwestheim begrüßt. Einhelliger Tenor: Im gesamten Verkehrsbereich und über alle Verkehrsträger hinweg muss in Baden-Württemberg viel getan werden.
Christian Jung MdL (Foto: Wolfgang Vogt)Der verkehrspolitische Sprecher Dr. Christian Jung betonte „Im Bereich Infrastruktur ist seit Jahren viel zu viel liegen geblieben. Hunderte Brücken und Stützbauwerke im ganzen Land sind marode und bedürfen einer schnellstmöglichen Sanierung. Geschieht dies nicht, sind Streckensperrungen unvermeidbar.“ Mit Blick auf den Güterverkehr hob Jung hervor, „wegen der vielen Unzulänglichkeiten, Verzögerungen und teils sehr langen Laufzeiten bei der Bahn werden wir auch zukünftig viel Güterlogistik auf der Straße erleben. Da brauchen wir eine belastbare Infrastruktur. Was wir indes gar nicht brauchen, ist eine zusätzliche LKW-Maut.“
Der Sprecher für individuelle Mobilität, Friedrich Haag hob in seinem Eingangsstatement hervor, dass es nicht Aufgabe der Politik sei, bestimmte Antriebstechnologien vorzuschreiben. „Welche Technologie sich letztlich durchsetzen wird, sollten wir den Ingenieuren und dem Markt überlassen.“ Er fuhr fort „Letztlich ist völlig egal, was für ein Antrieb in einem Auto steckt, entscheidend ist, was hinten rauskommt. Daher sind Verbrenner, die mit HVO100 oder synthetischen Kraftstoffen betrieben werden, absolut gleichwertig. Großer Vorteil hierbei: nach Verfügbarkeit der Kraftstoffe können durch Beimischungen sukzessive die Emissionen auch für die Bestandsflotten reduziert werden.“ Mit Blick auf die Landesregierung fügte er hinzu: „Wir als FDP-Fraktion fordern schon lange, dass die Landesregierung ihre Fahrzeugflotte zum Beispiel bei der Polizei mit HVO100 betreibt“.
Friedrich Haag MdL (Foto: Wolfgang Vogt)
Hans-Dieter Scheerer MdL (Foto: Wolfgang Vogt)Der Sprecher für ÖPNV und Luftverkehr, Hans Dieter Scheerer hob hervor, dass die Zuverlässigkeit im ÖPNV deutlich verbessert werden muss. „Wenn die Menschen ein paar Termine nicht pünktlich erreicht haben, weil der ÖPNV verspätet war, nehmen sie das nächste Mal wieder das Auto. Da hilft auch ein Landesmobilitätsgesetz nicht. Daher werden wir dieses als erstes abschaffen“. Außerdem unterstrich Scheerer, dass „der Bau von Infrastruktur deutlich schneller und preisgünstiger werden muss. Die maßlosen Kostensteigerungen und nicht endenden Verzögerungen bei der Hermann-Hesse-Bahn sind ein klares Beispiel, wie es nicht geht.“ Abschließend betonte Hans Dieter Scheerer überdies, dass eine neue Verkehrspolitik auch den Flughafen Stuttgart im Fokus haben müsse. „Als einer der zentralen Wirtschaftsstandorte in Deutschland müssen wir auch eine aktive internationale Luftverkehrsanbindung haben.“
Der FDP-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Wolfgang Vogt fasste abschließend zusammen: „Es ist deutlich geworden, dass die FDP den Bürgern und Unternehmen die Wahl lassen will, welches Verkehrsmittel im jeweiligen Einzelfall für sie gerade optimal ist: zu Fuß, gehen Rad fahren, ÖPNV oder das Auto. Das können die Menschen selbst am besten entscheiden. Das gleiche trifft auf die Antriebstechnik zu. Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, wie funktionierende Infrastruktur und einen zuverlässigen ÖPNV.“ Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl fügte Vogt hinzu: „So wie es ist, darf es nicht bleiben. Baden-Württemberg muss auch in der Mobilität wieder: Zurück auf Vorwärts!“
FDP-Landtagskandidat und Kreisvorsitzender Wolfgang Vogt