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Jahresauftakt der FDP in Ludwigsburg

v.l.n.r.: Dr. Dieter Baumgärtner, Michael Theurer, Stefanie Knecht, Roland Zitzmann, Kai Buschmann

v.l.n.r.: Dr. Dieter Baumgärtner, Michael Theurer, Stefanie Knecht, Roland Zitzmann, Kai Buschmann

Das Jahr der Freien Demokraten in Ludwigsburg startet früh – traditionell am Tag nach dem Landesparteitag und direkt nach dem Dreikönigstreffen im Stuttgarter Staatstheater. Der Kreisvorsitzende Kai Buschmann fasste den Auftakt auf Landesebene bei seiner Begrüßungsrede am 6. Januar vor rund 50 Gästen zusammen. „Wir haben als baden-württembergische FDP eine klare inhaltliche Positionierung vorgenommen: Inhalte sind es in dieser Phase des Wahlkampfes, die jetzt den Bürgern angeboten werden müssen. Die Menschen müssen wissen, wofür stehen die Freien Demokraten. Inhalte sind uns wichtiger als Regierungsbeteiligungen – das hat gestern unser Spitzenkandidat Dr. Hans-Ulrich Rülke gesagt.“ Er erteilte den wilden Spekulationen diverser Medien über mögliche Koalitionen quer durch die politische Farbenlehre eine klare Absage. Beim Landesparteitag in Fellbach wurden von den Delegierten auf vier Seiten Prüfsteine zusammengefasst. Jeder Bürger und jede Partei hat nun die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von den zentralen Themen der Politik der FDP zu machen. Die Freien Demokraten können nun abwarten, wie sich die Anderen zu diesen Prüfsteinen positionieren, so Buschmann. Als Schulleiter liegen ihm insbesondere die Themen zur Bildungspolitik am Herzen. „Jeder, der FDP wählt, weiß, dass mit uns das Gymnasium erhalten bleibt und nicht in eine Gesamtschule aufgeht. Jeder, der FDP wählt, weiß, dass mit uns die Realschule gestärkt wird und nicht zugunsten der Gemeinschaftsschule ausgehöhlt wird.“ Die einseitige Privilegierung der Gemeinschaftsschule wird mit der FDP ein Ende finden, ebenso die unsägliche Strukturdebatte im Bildungswesen.

Die Landtagskandidaten der Freien Demokraten im Landkreis Ludwigsburg richteten ebenfalls einige Worte an die Gäste. Roland Zitzmann aus dem Wahlkreis Vaihingen stellte einen seiner Schwerpunkte vor: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Es könne nicht sein, so Zitzmann, dass die Regierung größtmögliche Flexibilität von den Unternehmern erwartet, um Flüchtlinge in Lohn und Brot zu bringen, auf der anderen Seite aber immens hohe Hürden schafft.

Stefanie Knecht, die Kandidatin aus dem Wahlkreis Ludwigsburg, sprach in Ihrem Grußwort über die das Zukunftsthema, die Bildungspolitik. Es braucht verlässliche Rahmenbedingungen und eine gleiche Mittelausstattung für alle Schularten. Die Forderung der grün-roten Landesregierung, dass alle Schüler das Abitur machen sollen, stellt eine Diskriminierung aller jungen Menschen dar, die sich für eine Lehre oder eine duale Ausbildung entscheiden. Die Wirtschaft braucht kompetente Fachkräfte – dafür wird sie sich einsetzen. Dr. Dieter Baumgärtner, Kandidat aus dem Wahlkreis Bietigheim-Bissingen, ist natürlich insbesondere das Gesundheitswesen ein wichtiges Anliegen. Eine älter werdende Gesellschaft benötigt zur medizinischen Grundversorgung Haus- und Fachärzte in ihrer näheren Umgebung. 30 % der Ärzte in der Region sind mittlerweile über 60. Für junge Ärzte und Absolventen ist die Selbständigkeit nicht mehr so attraktiv wie früher, berichtet Dr. Baumgärtner. Hier gilt es Lösungen zu finden. In diesem Zusammenhang weist er auf eine Veranstaltung am 20. Januar 2016, 19 Uhr, in der Kelter Bietigheim zum „Ärztemangel in der Fläche“ hin und lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein.

Zum Abschluss des Neujahrsempfangs sprach Michael Theurer, Europaabgeordneter, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Delegation im Europäischen Parlament und Landesvorsitzender der FDP Baden-Württemberg. In einer mitreißenden Rede stimmte er die Gäste auf den anstehenden Wahlkampf ein, ein Mitschnitt wurde auf der Facebookseite des FDP Kreisverbands Ludwigsburg hinterlegt. Link: https://www.facebook.com/479057638882558/videos/854383848016600/?theater

 

 

70. Geburtstag von Dr. Wolfgang Weng – „Personifiziertes Stadtmarketing“

(v.l.) Dirk Niebel, Dr. Wolfgang Weng, Claudia Weng und Rainer Brüderle

(Gerlingen) Der diesjährige Neujahrsempfang der FDP Ludwigsburg am 6.1.2013 wurde gemeinsam mit den Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag des liberalen Ehrenvorsitzenden Dr. Wolfgang Weng und prominenten Gästen aus Politik und Wirtschaft in der Gerlinger Jahnhalle begangen. Georg Brenner, Bürgermeister aus Gerlingen, würdigte in seinem Grußwort Dr. Weng als das „personifizierte Stadtmarketing“, da der Politiker bei all seinen Aktivitäten stets darauf geachtet habe, seinen Namen mit dem Heimatort zu verknüpfen. Ein Beweisstück liegt in Form einer Stimmkarte des Deutschen Bundestages im Gerlinger Stadtmuseum. Sowohl in der Kommunalpolitik, wie auch als Bundes- und Landtagsabgeordneter prägte der promovierte Apotheker die Politik der 80er und 90er Jahre entscheidend mit. „Wir Liberale entziehen uns nicht der Verantwortung, wenn wir gebraucht werden.“, so Dr. Weng in seiner Begrüßungsrede an die prominent besetzte Festgesellschaft, in der sich sein bemerkenswerter Lebenslauf widerspiegelt.

Als Hauptredner durften die Liberalen Rainer Brüderle begrüßen, der mit seinem mitreißenden Plädoyer für den Wert der Europäischen Union die Gäste begeisterte: „Europa bedeutet Einheit in Vielfalt, zusammengehalten durch einen stabilen ordnungspolitischen Rahmen.“ Der FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzende kritisierte, dass Deutschland durch den Bruch des Stabilitätspaktes 2003, unter der damaligen Rot-Grünen Bundesregierung, für die aktuelle Instabilität innerhalb der EU mitverantwortlich sei: „Die Spielregeln müssen eingehalten werden, sonst geht das Vertrauen der Europäischen Partner ineinander verloren.“Mit Sorge nehme Brüderle eine europaskeptische Stimmung in Ländern, wie Frankreich, Italien oder Großbritannien wahr. Die Liberalen würden auch künftig ihren Beitrag für ein starkes Europa leisten.

 

Prominente Gäste: Der Vizepräsident des Deutschen Bundestages Hermann Otto Solms mit Bundestagskandidat Christian Meyer (WK Neckar-Zaber)

Für das Rahmenprogramm sorgte die Jugendmusikschule Gerlingen. Grußworte hielten Dirk Niebel MdB, der Dr. Weng „Verlässlichkeit als Geschäftsgrundlage“ attestierte. Der Vorsitzende des FDP Bezirksverbandes Hartfrid Wolff MdB charakterisierte den Ehrenvorsitzenden seines Verbandes als einen „Mann, der die Klarheit und Offenheit liebt“ und lobte dessen Fähigkeiten als klugen Strategen. Auch Kai Buschmann, Vorsitzender der FDP-Regionalratsfraktion, beschrieb seinen Vorstandskollegen als einen Politiker, „der die Dinge zu Ende denkt und sich nicht mit oberflächlichen Angeboten zufrieden gibt“. Die Christdemokraten Steffen Bilger MdB und EU-Kommissar Günther Oettinger appellierten an den Kampfeswillen der Liberalen sich aus dem Umfragetief zu befreien. „Deutschland braucht die FDP“, so Oettinger, der aus einem liberalen Elternhaus stammt und in seiner Jugend noch Plakate für die Freien Demokraten geklebt hat. Weitere Grußworte hielten Viola Noack, als gastgebende Ortsvorsitzende, Irene Ritter für den Verband Liberaler Männer (LiMiD) und Roland Kohn von der Vereinigung ehemaliger MdB und MdEP.

Rouven Süpfle
Kreispressesprecher