Archive for Mai, 2015

Freies Parken am Vaihinger Bahnhof

Freies Parken am Vaihinger Bahnhof

Die Einführung von Parkgebühren steht aus Gründen der Überlastung der vorhandenen Parkflächen und der dadurch entstehenden Beeinträchtigung von Anwohnern und Landwirten wieder auf der Agenda im Vaihinger Rathaus. „Aufstockung des Parkhauses mit Zuschüssen vom Land BW, die nur bei Parkraumbewirtschaftung gewährt werden“, so lautet die einfache Schlussfolgerung. Die Vaihinger FDP ist nach wie vor aus verkehrspolitischen Gesichtspunkten sowie aus Gründen des Umweltschutzes gegen diese zu einfache Lösung. Wird der Bahnhof wegen der dadurch entstehenden Parkgebühren weniger genutzt und geht die Auslastung der Züge zurück, werden als Folge gute Verbindungen gefährdet. Niemand möchte auch wohl als Ausweichlösung noch mehr PKWs auf den Straßen. Vaihingen würde außerdem den großen Standortvorteil gefährden, den die Stadt durch den hochfrequentierten Bahnhof gewonnen hat; der Stadtteil Kleinglattbach konnte sich auch dadurch sprunghaft entwickeln.

Die Vaihinger Freien Demokraten entwickelten nach Ortsbegehungen und Recherchen im vergangenen Jahr ein schlüssiges Konzept – z.B. Ausbau von weiteren städtischen Flächen am Bahnhof statt Aufstockung des Parkhauses oder eine enge Parkraumkontrolle über Parkscheiben. Dieses wurde leider in der Untersuchung des von der Stadt beauftragten Institutes nicht berücksichtigt.

Um sich ein Stimmungsbild unter den Reisenden zu verschaffen, ging kürzlich der erste Vorsitzende des FDP Ortsverbandes Vaihingen-Stromberg Roland Zitzmann mit einer Umfrage zur geplanten Gebührenerhebung an die Gleise. Die Antworten der Reisenden, die berufliche Pendler sind, drehten sich wie erwartet um die eigenen Kosten. Bei einigen, die wenig fahren oder nur zum Abholen kommen, war die Toleranz zur Einführung von Gebühren größer: „1 € pro Tag“ wurde genannt. Den Euro rechneten die Pendler auf 20 Tage im Monat bei 11 Monaten schnell auf 220 € hoch, die zu ihrer Fahrkarte und Benzin dazukämen. Und „Wenn ich zahlen muss, dann will ich auch meinen garantierten Parkplatz“, hörte Zitzmann öfter. Und diese Garantie wird wohl niemand abgeben können.

Vaihingen/Enz, 26.05.2015

FDP-Kreistagsfraktion besucht Schule für Kranke

Nicht nur Erwachsene, auch immer mehr junge Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen. Auf diese Tatsache reagierte die Kreisverwaltung und empfahl dem Kreistag eine Außenstelle der „Schule für Kranke“ in der Tagesklinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des Klinikums am Weissenhof (Weinsberg) in Ludwigsburg einzurichten. Dies war Anlass für die FDP-Kreistagsfraktion sich „Vor Ort“ sachkundig zu machen. Mit dabei war Frau Cynthia Schönau, Fachbereichsleiterin Schulen und Kultur im Landratsamt Ludwigsburg.

Die Tagesklinik in der Harteneckstraße nahm im Januar 2014 in Ludwigsburg ihre Arbeit auf. Sie ist eine Einrichtung in der Kinderklinik Ludwigsburg und in der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Das Schulkonzept sieht vor, dass dem schulpflichtigen Patienten neben der medizinischen Versorgung auch weiterhin Schulwissen vermittelt wird. Schulleiter Heiko Brummer und Stellvertreter Franz Reimitz führten die FDP durch die Räumlichkeiten, die über zwei Häuser verteilt sind. Als nicht optimal wurden dabei die teilweise im Untergeschoss liegenden Schulräume für die unter psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen leidenden Schulkinder betrachtet.

FDP-Kreistagsfraktion besucht Schule für Kranke

FDP-Kreistagsfraktion besucht Schule für Kranke

Die Kinder seien in erster Linie krank, weshalb Schulunterricht und Pädagogik einen anderen Stellenwert besitzen, beschreibt Schulleiter Brumme die Rolle der Sonderschullehrer, die gewissermaßen auch eine Funktion als Co-Therapeuten ausüben.

Unterrichtet werden Kinder von der ersten bis zur zwölften Klasse. Die Unterrichtsdauer ist unterschiedlich. In der stationären Einrichtung wird von 9.00 Uhr bis 12.15 Uhr unterrichtet, die Verweildauer dieser Kinder liegt im Durchschnitt von 6 bis 8 Wochen. In der Harteneckstraße ist hingegen die Unterrichtsdauer länger, im Anschluss finden noch einzel- und gruppentherapeutischen Angebote statt, die Verweildauer liegt bei 3 Monaten. Dort nehmen die Kinder an dem sogenannten FiSch-Programm teil. FiSch – das heißt Familie in Schule Jeden Dienstag ist FiSch-Tag. Die Grundidee ist, Eltern in den schulischen Alltag einzubinden und in einem klaren Rahmen deren Kompetenzen in Konfliktsituationen zu stärken.

Nach der Besichtigung erfolgte noch eine lange und ausführliche Diskussion, in der eine Zusammenlegung beider Schulräume erörtert wurde. Dazu berichtet Frau Schönau über Gespräche mit den daran beteiligten Kostenträgern, denn die medizinische Versorgung liegt in der Hand des Klinikums Weissenhof, die Räume stellt das Klinikum, der Landkreis ist für die Ausstattung der Schulräume zuständig, dazu kommt noch das Land, dass für die Lehrkräfte zuständig ist. Eine Zusammenlegung der Räumlichkeiten, so war sich die FDP-Kreistagsfraktion einig, würde eine qualitativer Verbesserung der Betreuungsmöglichkeiten darstellen, die die FDP gerne mittragen könne.