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FDP: Wir brauchen Konsens zur Nordumfahrung Stuttgart

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Pressemitteilungen | 8. Februar 2006

Ludwigsburg – Waiblingen- Stuttgart. „Die Blockaden der Vergangenheit müssen durchbrochen werden“, sind sich die FDP Kreisvorsitzenden von Ludwigsburg, Rems-Murr und Stuttgart Kai Buschmann, Jörg Brehmer und Dietmar Bachmann einig. Die liberalen Vorsitzenden in den drei Kreisen haben jetzt einen Verkehrskonsens erarbeitet, für dessen Umsetzung sie in ihren Verbänden werben wollen. „Die alten verkehrspolitischen Grabenkämpfe wie Fellbach gegen Remseck oder Stuttgart gegen das Umland müssen der Vergangenheit angehören, sonst kommen wir in regionalen Verkehrslösungen nicht weiter“, ist sich Jörg Brehmer von der Rems-Murr FDP sicher. Brehmer und Buschmann hatten Ende letzten Jahres einen Verkehrskonsens der Liberalen links und rechts des Neckars ausgehandelt, der zentral ein Ja zum Brückenstandort des Planungen des Regierungspräsidiums enthält, aber ein klares Nein zum Ausbau dieses Brückentorsos zu einem vierspurigen Nordostring. Statt dessen verfechten die Liberalen eine zweispurige kleine Lösung mit Anschluss an das bestehende Straßensystem im Rems-Murr Kreis und mit einem neuen Straßenanschluss an die B 27 im Kreis Ludwigsburg. Die neue Brücke soll in ihrer Ausgestaltung nicht autobahntauglich sein.

In einem Spitzengespräch der drei Kreisvorsitzenden wurde dieser Konsens jetzt weiter ausgebaut und in eine größere zeitliche Perspektive und einen umfassenderen regionalen Rahmen gestellt. Für die Liberalen stellt sich die Nordumfahrung Stuttgarts in zwei Bögen dar: Eine äußere Umfahrung vom Autobahnanschluss Mundelsheim über Backnang nach Winnenden (der mehrspurige Ausbau ist hier schon vollzogen oder beschlossen) mit einem späteren Anschluss an die A 8 nach München. Eine innere Umfahrung auf der „4.3“ genannten Trasse im Rems-Murr Kreis und „C 1“ benannten Trasse im Kreis Ludwigsburg (die Neckarbrücke zwischen Remseck-Aldingen und Stuttgart-Mühlhausen). Abgerundet wird das Konzept durch einen Tunnel in der Stuttgarter Innenstadt, der vom Heslacher Tunnel bis zum Neckartor reichen soll. „Von diesem Dreiklang versprechen wir uns in Stuttgart eine massive Entlastung der Innenstadt von Verkehr und Feinstaub,“ erklärte der Stuttgarter Kreisvorsitzende Dietmar Bachmann. „Wir freuen uns, dass wir bei unseren Nachbarn auch Unterstützung für unsere Forderung nach dem Bau des Innenstadttunnels gefunden haben. Wir hatten dies zuletzt anlässlich der OB-Wahl zum Wahlprüfstein gemacht.“

Alle drei Projekte müssen im Paket bedacht werden, nur so ist eine befriedigende verkehrspolitische Lösung im Konsens mittelfristig zu erreichen, sind sich die drei Liberalen sicher. Die Kreisvorstände der Ludwigsburger und der Stuttgarter FDP haben sich schon jetzt mit diesem Konzept befasst und es fast einstimmig unterstützt.