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Stefanie Knecht: Dauerstaus beenden – Infrastruktur ausbauen

Zum Verkehrstag der FDP unter #FahrenStattWarten. Die FDP- Bundestagskandidatin Stefanie Knecht fordert einen schnellen Ausbau der Infrastruktur für alle Verkehrsträger: „Staus stehlen den Menschen Lebenszeit. Das muss beendet werden“.

Stefanie Knecht (links) mit dem Team der FDP-Remseck: v.l. Marlene Haug, Gustav Bohnert, Marianne Günther, Andrea Kövilein

Ludwigsburg/ Remseck a.N. 11.09.2017. Im Rahmen der landesweiten Verkehrsaktion der FDP Baden-Württemberg hat die Ludwigsburger Bundestagskandidatin Stefanie Knecht mit einem „Stau-Frühstück“ auf die prekäre Verkehrslage insbesondere auf der Ortsdurchfahrt Remseck aufmerksam gemacht. „Wir machen diese Aktion gerade hier in Remseck, weil die Neckarremser Brücke einer der schlimmsten Dauerstaupunkte in unserer Region ist“ erklärt Stefanie Knecht und fügt hinzu: „Dabei gibt es ausgereifte Vorschläge für eine massive Entlastung der Menschen hier vor Ort: die Nord-Ost-Umfahrung“. Mit dieser Lösung könnte nicht nur das staugeplagte Remseck massiv entlastet werden, sondern auch eine Entlastung für den Ludwigsburger und Stuttgarter Stadtverkehr bedeuten. Stefanie Knecht weiter: „Obwohl dieser Ringschluss nordöstlich von Stuttgart bereits in den Bundesverkehrswegeplan 2030 Eingang gefunden hat, sträubt sich der Grüne Verkehrsminister gegen eine solche Lösung.“

Parallel zur Ertüchtigung überlasteter Straßen müssen aber auch ÖPNV- insb. die Schienennetze vernünftig ausgebaut bzw. gestärkt werden. Hier reicht es jedoch nicht, einfach neue Strecken zu bauen. Stefanie Knecht fordert, dass zunächst „bestehende Hauptachsen attraktiver zu machen: bessere Taktfrequenzen, höhere Zuverlässigkeit, verbesserte Pünktlichkeit und konkurrenzfähige Preise sind nur einige Ansatzpunkte, um die Öffentlichen zu einer echten Alternative zu machen.

Buschmann und Knecht: Nordost-Umfahrung hat Vorrang

gut 25 Teilnehmer, hohes Interesse, gute Diskussionskultur und gute Debattenbeiträge

Die Sommeraktion der FDP Remseck führte dieses Jahr vom Stuttgarter Klärwerk in Mühlhausen entlang des Neckars bis zur Endhaltestelle der Stadtbahn U14 (Neckargröningen). Am drei Kilometer langen Fußmarsch nahmen 25 Personen teil, darunter auch die Bundestagskandidatin der FDP im Wahlkreis Ludwigsburg, Stefanie Knecht, die sich vor Ort einen Überblick über die Brückenoptionen in Remseck verschaffen wollten.

FDP-Stadt- und Regionalrat Kai Buschmann führte die Gruppe zunächst an den Bereich zwischen Baumarkt Hornbach und Klärwerk Mühlhausen:

Kai Buschmann udn Stefanie Knecht beim Erläutern der Planungsvarianten…

Anhand einer Planungskarte erläuterte er die neun verschiedenen Varianten einer Nordost-Umfahrung mit Neckarbrücke, die in diesem Bereich bisher geplant wurden. Durch einen Brückenschlag an dieser Stelle könnte der Durchgangsverkehr weiträumig um die Remsecker Mitte geführt werden. Stadtentwicklung in Remseck wäre möglich. Doch leider wird diese Lösung vom grün geführten Landesverkehrsministerium und von der Stadt Fellbach verbissen bekämpft. Buschmann verwies darauf, dass man 2005 durch die FDP schon einen umfassenden Kompromiss einer zwei- bis dreibahnigen Brücke, die nicht autobahnähnlich ausgebaut werden könne, mit Fellbacher Kommunalpolitikern ausgehandelt habe. Leider hätten sich die Fellbacher später von dieser Lösung wieder verabschiedet, weil die sogenannte Billinger-Brücke von den Grünen ins Spiel gebracht wurde, die eine Neckarquerung in Remsecks Mitte vorsah. Das sei für Fellbach natürlich viel praktischer gewesen, die Verkehrslast allein Remseck aufs Auge zu drücken.

Kai Buschmann, Stefanie Knecht

Die Gruppe wanderte anschließend zur Aldinger Schleusenbrücke und konnte life erleben, wie zahlreiche Fahrzeuge mit Waiblinger Kennzeichen die Brücke querten, um die staugeplagte Remsecker Neckarbrücke zu meiden. Am Standort der diskutierten Westrandbrücke ca. 400 Meter neckaraufwärts von der jetzt bestehenden Brücke wurde die Dimension der Brücke ganz deutlich: Die Brücke muss über die Oberleitung der Stadtbahn geführt werden und quert damit den Neckar viel höher als die bestehende Brücke. Auch für die Auffahrt ist es auf Aldinger Seite durch den Neckarhang ziemlich eng. Auf der Schlossbergseite muss eine gewaltige Aufschüttung für die Anschlussstraße errichtet werden, die direkt auf den Schlossberg treffen wird, da die Grünzäsur des Regionalplans die Verschwenkung des Anschlusses Richtung Oeffingen nicht zulässt. Es bestand große Einigkeit unter den Teilnehmern, dass diese Brücke auf keinen Fall für den regionalen Verkehr gebaut werden darf. Buschmann kritisierte die vom Gemeinderat mit beschlossene Planung für 35.000 Fahrzeuge auf dieser Brücke: „Wenn Remseck für die Nordost-Umfahrung mit Brücke beim Klärwerk wirbt, kann es nicht eine Planung finanzieren, die solche Verkehrsströme ins Remsecks Mitte ermöglicht. Die Remsecker FDP sieht die große Gefahr, dass bei der vorrangigen Fertigstellung der Westrandbrücke diese für den regionalen Verkehr genutzt wird und die Nordost-Umfahrung dann nie gebaut wird. Daher sei für sie klar, dass die Umsetzung einer innerörtlichen Brücke zunächst warten müsse, bis in die konkrete Planung der weiträumigen Nordost-Umfahrung eingestiegen werde.

Kai Buschmann begrüßt die gut 25 Teilnehmer am P+R-Parkplatz