Artikel getagged "Friedrich Wahl"

FDP Bundestagskandidatin Stefanie Knecht in Eberdingen

v.l.: Bürgermeister Peter Schäfer, Stefanie Knecht, Dagmar Holzberg, Friedrich Wahl

Eberdingen (dh) Zu einem Informationsbesuch traf die FDP Bundestagskandidatin Stefanie Knecht im Eberdinger Rathaus Bürgermeister Schäfer. Sie interessierte sich für die kulturellen Highlights der Dreiergemeinde, für Infrastruktur und Besonderheiten: In Nussdorf die Sammlung im „Kunstwerk“ von Peter und Alison Klein, die mit einer Stiftung die Heimatgemeinde bei sozialen und pädagogischen Projekten unterstützen, sowie das auch personell gut ausgestattete Keltenmuseum in Hochdorf, das von der Kommune durch hohe jährliche Ausgaben eigenverantwortlich getragen wird.

Wichtig war allen Gesprächsteilnehmern das Thema „Digitalisierung“. Ländliche Gemeinden leiden besonders darunter, dass der Bund den Glasfaserausbau „verschlafen“ hat. „Für zuzugswillige Familien zählt nicht nur die Ausstattung der Gemeinde mit Schulen und Kitas, der fehlende schnelle Internetanschluss gilt als Ausschlusskriterium“, berichtete Bürgermeister Schäfer. „Die FDP fordert den flächendeckenden Glasfaserausbau gerade auch in strukturell schwächeren Gebieten“, erklärte Stefanie Knecht, „wir sehen darin eine Daseinsvorsorge und für kleinere Firmen, Hotels mit Buchungsseiten oder Home-Office-Arbeitsplätze eine existentielle Notwendigkeit.“

Auch beim Kernthema der Freien Demokraten „Bildung“ waren sich die Anwesenden darin einig, dass die Digitalisierung der Schulen mit Kraft und Augenmaß vorangetrieben werden müsse, dass “Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler für die Zukunft ausgebildet werden müssen,“ wie Dagmar Holzberg von der Vaihinger FDP ergänzte. Wichtig sei außerdem die Weiterentwicklung des vielfältigen Schulsystems, Stärkung des auch im Ausland anerkannten dualen Systems und des Meisterbriefs. „Es kann nicht sein, dass viele Lehrstellen unbesetzt bleiben, aber gleichzeitig Hauptschulabgänger keinen Ausbildungsplatz erhalten“, so Knecht. Bundesweite Bildungsstandards seien eine weitere Forderung, erklärte die Mutter von drei Kindern.

Stadtrat Friedrich Wahl hinterfragte die Innenentwicklung der Dreiergemeinde, den Wohnungsbau vor dem Hintergrund des Flächennutzungsplanes und von Bürokratieauflagen. Sie sei beispielhaft in den drei Teilorten, meinte Schäfer und sieht dringenden Handlungsbedarf, Mehrfamilienhäuser nach den Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus zu errichten, um Familien preiswerten Wohnraum anbieten zu können. Hier hat wie in anderen Kommunen ein Verdrängungswettbewerb durch die Notwendigkeit, Flüchtlinge unterbringen zu müssen, eingesetzt. Schäfer forderte die Bundespolitik dazu auf, den Gemeinden Unterstützung durch Sonderprogramme zu gewähren, damit auch ältere Gebäude mit Potential renoviert werden könnten. „So können wir die Stadtkerne am Pulsieren halten mit Treffpunkten zum sozialen Austausch, zumal dort die Infrastruktur mit Straßen und Erschließung bereits vorhanden ist“, sagte Bürgermeister Schäfer mit Blick auf die Bundestagskandidatin.

Für ca. 70 Flüchtlinge in Anschlussunterbringung ist weitgehend gesorgt, erfuhr Knecht, schwieriger sei die Integration in den Arbeitsprozess. Die Gemeinde Eberdingen hat zur Betreuung eine Stelle für Sozialarbeit geschaffen, die zum Teil für Schulsozialarbeit benötigt wird. Flüchtlinge in der Dreiergemeinde in Arbeit zu bringen, sei schwierig. Stefanie Knecht hofft, dass sich bald auf Bundesebene etwas ändert: „Die FDP fordert seit Jahren, verstärkt seit der Einwanderungswelle von 2015, als 3. Säule ein Einwanderungsgesetz“, erklärte sie. Damit könnten volkswirtschaftlich sinnvoll die Zuwanderer gefördert werden, die sich integrieren, Deutsch lernen und arbeiten wollen. Und Arbeitgeber hätten die Sicherheit, dass ihre Auszubildenden oder Mitarbeiter ein Bleiberecht hätten und nicht abgeschoben würden.

FDP Landtagskandidat Zitzmann bei OB Maisch

Von links: FDP Kreis- und Stadträtin Helga Eberle, FDP Landtagskandidat Roland Zitzmann, Oberbürgermeister Gerd Maisch und FDP Stadtrat Friedrich Wahl

Von links: FDP Kreis- und Stadträtin Helga Eberle, FDP Landtagskandidat Roland Zitzmann, Oberbürgermeister Gerd Maisch und FDP Stadtrat Friedrich Wahl

Im Rahmen der Vorbereitung zur Landtagswahl besucht FDP Landtagskandidat Roland Zitzmann alle Oberbürgermeister und Bürgermeister im Wahlkreis 13. In Vaihingen wurde er von Kreis- und Stadträtin Helga Eberle und Stadtrat Friedrich Wahl begleitet.

Bildungsfragen sind inzwischen das Kernthema in Baden Württemberg. OB Maisch berichtete von einem guten Start der Gemeinschaftsschule in Vaihingen/Enz. Sie ist 3-zügig an der Schlossbergschule „Wir sind für mehr Entscheidungsspielraum der örtlichen Schulgremien“ gibt Roland Zitzmann zu bedenken, um einen dauerhaften Schulfrieden zu erreichen. Mit derzeit etwa 260 Kindern/Jahrgang (Geburten und Neuzuzüge) ist in Vaihingen von der Kita bis zum Gymnasium eine konkrete Planung möglich. So ist beispielsweise der Kindergartenneubau in Kleinglattbach bei entsprechendem Bedarf vorgesehen.

Das Dauerthema B 10 Umfahrung in Enzweihingen durfte nicht fehlen. „Es ist nicht mehr strittig, ob Umfahrung oder Tunnel, wir fordern den Beginn des Planfeststellungsverfahrens zum Schutz unserer Enzweihinger Mitbürger“ so OB Gerd Maisch beim Gespräch auf dem Rathaus.

Ein weiterer wichtiger Punkt waren die Flüchtlinge, die nach Vaihingen kommen. Bisher sind 180 Flüchtlinge in unserer Stadt. Bei ca. 5.000, die der Landkreis Ludwigsburg aufnehmen muss, können wir hier mit weiteren 300 Flüchtlingen rechnen. Oberbürgermeister Maisch: „Wir haben Vorkehrungen getroffen, dies zu schultern und danken heute schon den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bei der Bewältigung dieser schwierigen Aufgabe.“

Nach weiteren, unsere Stadt betreffenden aktuellen Themen endete das Gespräch einvernehmlich mit der Feststellung, dass ein weiterer Landtagsabgeordneter aus Vaihingen sehr gut wäre.

Besuch bei Bürgermeister Schäfer in Eberdingen

v.l.n.r.: Bürgermeister Peter Schäfer, Landtagskandidat Roland Zitzmann, OV Vaihingen Dagmar Holzberg, Stadtrat Friedrich Wahl

v.l.n.r.: Bürgermeister Peter Schäfer, Landtagskandidat Roland Zitzmann, OV Vaihingen Dagmar Holzberg, Stadtrat Friedrich Wahl

Der FDP Landtagskandidat Roland Zitzmann traf sich kürzlich mit Bürgermeister Schäfer im Rathaus der Dreiergemeinde Eberdingen, Hochdorf, Nussdorf. Zitzmann, wohnhaft in Vaihingen/Enz, stellte sich vor und informierte sich über Positives wie die städtebauliche Erneuerung nach dem Landessanierungsprogramm aber auch über drängende Probleme in Eberdingen. BM Schäfer hob die Unterbringung der zu erwartenden Flüchtlinge und die Situation der gut ausgestatteten Schule hervor, die seit der politischen Entscheidung 2011 in Teilen leer steht. Es wird über eine Erweiterung und Nutzung als Ganztagsgrundschule nachgedacht. Eine erhebliche Gefährdungsstelle besteht an der Landesstraße von Hochdorf nach Hemmingen. Seit 38 Jahren gibt es Versprechungen, die 500 Meter zu verbreitern.

An dem Treffen nahmen auch vom OV Vaihingen-Stromberg der Vaihinger Stadtrat Friedrich Wahl und Dagmar Holzberg teil. In dem lebhaften Meinungsaustausch wurden gleichermaßen Eberdinger Themen diskutiert wie aufwendige Planungsprozesse, überzogene Vorschriften und die geplante Änderung der Gemeindeordnung, die den Spielraum der Gemeindeverwaltung und der Gemeinderäte immer mehr einengen. Es müsse sich viel ändern war die gemeinsame Meinung, damit durch „deutsche Flexibilität“ nicht nur der Flüchtlingszuzug, sondern auch viele andere Probleme endlich angepackt werden können.

Mitgliederversammlung 2012 des FDP Ortsverbandes Vaihingen-Stromberg

Vorsitzender Roland Zitzmann (rechts) dankt Schatzmeister Jörg Dutt

Vorsitzender Roland Zitzmann (rechts) dankt Schatzmeister Jörg Dutt

In seiner Begrüßung hob der 1. Vorsitzende Roland Zitzmann die Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit 2012 durch Anschaffung und Einsatz von neuen Medien wie Flyer, Roll up, Infostand und Homepage sowie durch eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen und Presseberichten hervor. Dies habe dem Erscheinungsbild und der Wahrnehmung des FDP Ortsverbandes Vaihingen-Stromberg in der Öffentlichkeit gut getan.

Interne Veranstaltungen, die Berlin-Informationsreise und viele Gespräche haben das Gemeinschaftsgefühl des Ortsverbandes positiv beeinflusst und liberale Inhalte verstärkt in den Vordergrund gerückt. Dazu trug auch ein Grundsatz bei, der bei der Wahl des neuen Vorstandes 2011 formuliert wurde: „Die Zusammenarbeit zwischen Ortsverband und Gemeinderatsfraktion hat hohe Priorität.“ So bekommen Stadt- und Kreisräte Einladungen zu den Vorstandssitzungen des Ortsverbandes, zu den Sitzungen der FDP Fraktion wird der 1. Vorsitzende eingeladen.

Die gute Zusammenarbeit zeigte sich 2012:

Beim Auftakt der Veranstaltungsreihe „Erneuerbare Energien“ war bei der Besichtigung der Biogasanlage Ensingen Stadtrat Friedrich Wahl als kompetenter Ansprechpartner federführend. Die Besichtigung der Baustelle Wasserkraftanlage an der Enz und die anschließende Vorstellung des Wasserrades bei der Seemühle hatte Stadtrat Prof. Gustl Lachenmann mit dem Vorstand organisiert. Der 2. Vorsitzende Jochen Nigge aus Sersheim bereitete die Betriebsbesichtigung der Photovoltaikanlage und die Werksführung bei Porsche in Sachsenheim vor.

Den sehr informativen Stadtrundgang durch Vaihingen zu aktuellen Neubauten und Baustellen mit Bürgermeister Klaus Reitze begleitete Stadtrat Prof. Lachenmann. Stadträtin Dagmar Holzberg arbeitet als Schriftführerin (Stellvertreterin Ingrid Kappesser – Ebert aus Nussdorf) dem Vorstand zu und ist für die Presseberichte zuständig.

„Mit Schwung in das Jahr 2013“ geht es mit hoffentlich vielen Interessierten aus der Bevölkerung am 01. Februar im Löwensaal der Stadthalle Vaihingen. Als Gäste werden der  Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk Niebel, der Bundestagsabgeordnete Harald Leibrecht und Bundestagskandidat Christian Meyer erwartet.Im Frühsommer gibt es einen Tagesausflug zum „Thema Wind“ nach Blaufelden, auf den sich Mitglieder und Freunde schon freuen können.

Die Regularien Jahresbericht des Schatzmeisters, Bericht des Kassenprüfers (Gerhard Setzer) und Entlastung des Vorstandes konnten zufrieden stellend abgeschlossen werden. Schatzmeister Jörg Dutt wurde für seine jahrzehntelange Arbeit innerhalb der Partei besonderer Dank durch den Vorstand ausgesprochen. Ein ausführlicher Bericht aus der Gemeinderatstätigkeit und ein herzlicher Dank für den unermüdlichen Einsatz von Vorstand Roland Zitzmann rundeten die Mitgliederversammlung ab.

Dagmar Holzberg

FDP Ortsverband Vaihingen-Stromberg: Frauen in die Kommunalpolitik!

Anlässlich einer Veranstaltungsreihe von Frauenverbänden, Volkshochschule und Frauenbeauftragten des Kreistages brachte die VKZ kürzlich eine umfangreiche Recherche und eine Umfrage unter Bürgerinnen und Bürgern zu diesem Thema. Das veranlasste den Vorsitzenden des FDP Ortsverbands Vaihingen-Stromberg, Roland Zitzmann, das Thema in einer Vorstandssitzung zu erörtern.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktion Friedrich Wahl hatte er Zahlen ermittelt, die die ausgewogene Zusammenarbeit von Frauen und Männern belegt. „Die FDP braucht keine Quotenregelung, nach unserem liberalen Selbstverständnis benötigen wir Frauen und Männer mit Engagement und Kompetenz für die kommunalpolitische Arbeit,“ stellten sie fest.

Immerhin hat die FDP Vaihingen seit den 1990er Jahren bis heute ausgeglichene Wahllisten und seit 2004 durchgängig je 50% weibliche und männliche Gemeinderatsmitglieder. Im Ortsvorstand vertreten 33% Frauen die fast 40% weiblichen Mitglieder des Ortsverbandes. Im Kreisverband und der Kreistagsfraktion sind die Zahlen ähnlich.

Aber wie bekommt frau Lust darauf, sich bei Themen ihrer Ortschaft einzumischen und wie schafft sie den Spagat der vielen Anforderungen zusammen mit Beruf und Familie?

Die anwesenden Gemeinderätinnen berichteten aus ihren eigenen Erfahrungen. Helga Eberle, Richterin in Stuttgart und seit 1989 im Vaihinger Gemeinderat: „Als ich erstmals 1989 in den Gemeinderat der Stadt Vaihingen gewählt wurde, war meine Tochter 3 ½ Jahre alt. Ohne Unterstützung meines Mannes hätte ich die Zeit für dieses Ehrenamt nicht so viele Jahre bis heute aufbringen können.“ Heute ist sie außerdem langjährige Ortsvorsteherin und Kreisrätin.

Dagmar Holzberg, Schulleiterin i.R., wurde 2009 in den Gemeindrat gewählt: „Nachdem meine Kinder größer wurden, begann ich die Vorstandsarbeit in der Familienbildung e.V. – mein Einstieg ins Ehrenamt. Mein Schwerpunkt lag später mehr auf meiner beruflichen Tätigkeit, aber ehrenamtliche Aufgaben ließen mich nicht mehr los und sind mir bis heute sehr wichtig.“ Auch Margit Fox-Rappold, die von 2004 bis 2009 Gemeinderätin der FDP-Fraktion war, hat sich viele Jahre trotz  Familie und Beruf für das Gemeinwohl eingesetzt.

Die liberalen Stadträtinnen machen vor allem jungen Frauen Mut, sich einzubringen: „Jede junge Frau, die sich im Jugendgemeindrat, in ihrem Verein, im Elternbeirat von Kindergarten oder Schule einsetzt, macht positive Erfahrungen. Je nach der Lebens- und Familiensituation kann man diese jederzeit später in der politischer Arbeit einer Partei der Kommune weiterentwickeln.“

Vaihingen, 22.11.2012

Dagmar Holzberg

FDP Ortsverband Vaihingen-Stromberg

FDP Ortsverband Vaihingen-Stromberg: Rundgang durch Vaihingen zu aktuellen Neubauten

Ortsbegehung Vaihingen

Ortsbegehung Vaihingen

Zahlreiche Vaihinger Bürger hatten sich vom leichten Regen nicht abhalten lassen und wurden dafür mit einem interessanten Stadtrundgang des FDP Ortsverbandes Vaihingen-Stromberg belohnt. Vorstand Roland Zitzmann gratulierte Mitglied Eberhard Mozer zum Geburtstag und erinnerte in seiner Begrüßung an die Reihe der Besichtigungen zum Thema „Erneuerbare Energien“ in letzter Zeit, denen jetzt Rundgänge durch die Stadt Vaihingen und ihre Stadtteile folgen sollen. Die Gruppe wurde fachlich begleitet von Bürgermeister Klaus Reitze und Stadtrat Prof. Gustl Lachenmann, beide Bauingenieure. Sie konnten den interessierten Laien die komplizierten Sachverhalte anschaulich nahe bringen.

Man traf sich in der neuen Feuerwache der Gesamtstadt Vaihingen, wo im Lagebesprechungsraum und später in der Fahrzeughalle das schlüssige, dem Einsatzablauf folgende Raumkonzept erläutert wurde. „Eine Stange zum Runterrutschen aus dem ersten Stock brauchen wir nicht mehr, weil alle notwendigen Funktionsräume im Erdgeschoss angelegt sind“, erklärte Stadtkommandant Thomas Korz auf Fragen der Zuhörer. Die Baumaterialien Stahl und Beton seien so gewählt, dass selbst bei einem Brand alle Personen Zeit hätten, das Gebäude zu verlassen. Nachdem noch der beheizte Klinkerfußboden in der riesigen Halle Erstaunen hervorgerufen hat – er hält die Fahrzeuge und das gesamte Inventar auf 8 bis 10 Grad C und sichert so die ständige Betriebsbereitschaft – ging es in das gegenüberliegende Technische Rathaus.

Aus den Fenstern war der Blick gefahrlos frei auf die Baustelle des Bauhofs (1. Bauabschnitt ); mit etwas Vorstellungskraft konnte der Baufortschritt mit den Plänen verglichen werden. Auf kritisches Nachfragen erläuterte Bauherr Bürgermeister  Reitze noch einmal die Notwendigkeit, dieses Bauwerk für 5,5 Mio. € zu errichten: Es waren u. a die desolaten Einrichtungen für Mitarbeiter/innen und Geräte sowie die uneffektive Organisation, die durch dezentrales Arbeiten und Lagern in mehreren Ortsteilen entstanden war. Auch hier war wieder die Leistung der Architekten zu erfahren, die mit ihrer Planung optimierte Arbeitsabläufe und gute Arbeitsbedingungen schaffen.

Im Neubaugebiet „Baresel“ wurde die Gruppe von Architekt Michael Straus erwartet, der für ein Stuttgarter Architekturbüro maßgeblich das Neubaugebiet geplant hat. Nach der Aufgabe des Baresel Betriebshofes war dort durch Felsabtrag und Auffüllungen von bis zu 3,5 m eine ebene Fläche von 180.000 qm entstanden. Nach einigen Planungshürden kam es 2003 zum Satzungsbeschluss für einen städtebaulichen Entwurf und ab 2004 zum Beginn der Vermarktung durch die LBBW. Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Reihenhäuser konnten auf unterschiedlich großen Grundstücken mit selbst gewählten Architekten oder Wohnbauunternehmen gebaut werden. So wurde ein durch die geschlossene Lage und bauliche Vielfalt ansprechendes Wohngebiet für ca. 450 Mitbürger geschaffen.

Das umfangreiche Besichtigungsprogramm wurde durch die Baustellenbesichtigung  des entstehenden Kinderhauses in der Franckstraße komplettiert. Bürgermeister Reitze erklärte an Hand von Plänen, wie dies begrenzte Grundstück von den Architekten für ein Kinderhaus mit zwei Ü 3 – und drei U 3 –Gruppen optimal genutzt wurde. Durch überdachte Terrassen und Außentreppen steht noch viel Freigelände zum Spielen zur Verfügung. Die Stadt baut das Haus für 3,5 Mio. €, erweitert damit den Bestand an Krippenplätzen in der Kernstadt erheblich und kann durch gelungene Nutzung von Multifunktionsräumen zusätzlich ein Familienzentrum integrieren. Als Betreiberin wurde die Familienbildung Vaihingen an der Enz e.V. per Gemeinderatsbeschluss gewählt. Wie Stadträtin Dagmar Holzberg ergänzte, war die Entwicklung der Pädagogischen Konzeption eines Familienzentrums die Grundlage für das Raumkonzept der Architekten.

Zum Ausklang ging es in die Ratsstuben, wo der FDP – Fraktionsvorsitzende Stadtrat Friedrich Wahl neben weiteren Gästen den verbraucherschutzpolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, MdB Prof. Dr. Erik Schweickert, aus Niefern begrüßen konnte. Da dieser nach wie vor auch ein engagierter Kommunalpolitiker ist, ergaben sich mit den Anwesenden bald lebhafte Diskussionen, die den interessanten Nachmittag gut abrundeten.

14. November 2012
Dagmar Holzberg, FDP Ortsverband, Schriftführerin und Presse