Archive for Oktober, 2013

Vaihinger Delegation beim Leiter der Diakonischen Bezirksstelle

Dieser Tage war eine Delegation der im Vaihinger Gemeinderat vertretenen Parteien beim Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Herrn Michael Marek.

Die Parteien hatten anlässlich des Vaihinger Strandlebens auf dem Marktplatz einen Cocktailabend angeboten (Wir berichteten darüber).

Den Erlös dieser Veranstaltung mit 200 Euro übergaben sie nun Herrn Marek für den Nothilfefond der Diakonie. Herr Marek berichtete den Anwesenden über das Thema Armut in Vaihingen. Nicht nur der Tafelladen würde immer mehr besucht werden, so dass an manchen Tagen für die letzten kein Angebot mehr gemacht werden kann, sondern auch die soziale Hilfe in Notlagen und die Inanspruchnahme der Schuldenberatung nehmen immer mehr zu.

Auch berichtete er darüber, dass er oft das überlastete Jobcenter kompensieren müsse, da die Bearbeitung der Anträge zu lange dauern würde. Besonders betroffen seien da natürlich Alleinerziehende mit Kindern.

Auch auf das Thema Asyl kamen die Beteiligten zu sprechen, war doch die Bootskatastrophe im Mittelmeer noch aktuell im Bewußtsein.

Nach Meinung aller Beteiligten sollte ein reiches Land wie Deutschland deutlich mehr Verantwortung übernehmen und sich ein Beispiel an Finnland oder Schweden nehmen. Auch war man sich einig darüber, dass Asylbewerbern erlaubt werden sollte zu arbeiten.

Herr Marek dankte den Vertretern und versprach das Geld angemessen zu verwenden.

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Ortsbegehung im Stadtteil Roßwag

Kürzlich trafen sich in Roßwag Ortsvorsteher Hans-Dieter Eisinger und Ortschaftsräte mit Mitgliedern des FDP Ortsverbandes Vaihingen-Stromberg, den Vaihinger FDP Gemeinde- und Kreisräten und interessierten Bürgern. Diese wollten Roßwag besser kennen lernen, Aktuelles erfahren, das Besondere aber auch Probleme des Vaihinger Stadtteils, wie der Fraktionsvorsitzende Friedrich Wahl zur Begrüßung sagte. Ortsvorsteher Eisinger begrüßte seinerseits die Initiative der FDP, die ihm Gelegenheit gäbe, seinen Ort vorzustellen.

Das Besondere ist sicher die außerordentlich schöne Lage unter den steilen Weinbergen, der alte Ortskern mit Fachwerkhäusern, der sich von der Enzkreuzung an der Kirche vorbei bis zur Kunstschmiede Allmendinger und zum Rathaus erstreckt. Aber auch die Gemeinschaftsgebäude wie die Sport- und Kulturhalle mit den großzügigen Außenanlagen, Grundschule und Kindergarten beeindruckten die Besucher.

Am „Nadelöhr des Enztal – Radweges“ erlebte die ca. 20 Personen starke Gruppe, wie sich Radfahrer, Fußgänger und Autoverkehr in die Quere kommen. Zweimal müssen die Radler am Ortsausgang die Kreisstraße wechseln und sich mit Fußgängern einen Weg teilen. Der seit Jahren geäußerte Wunsch des Ortschaftsrates: Verlegung des Enztal – Radweges auf die andere Seite der Enz (die Enzbrücke wurde bereits dafür ausgelegt) und Ausbau des Rad- und Fußweges nach Vaihingen (wurde bereits genehmigt).

Die Neugestaltung des zentralen „Flößerparkplatzes“ war im Bau zu besichtigen. Er wird auch Festplatz sowie eine Anlaufstelle für die Radler und gewährleistet eine bessere Einbindung des „Backhäusles“, wo Informationen und Weinproben angeboten werden. Die Brunnenanlage mit Trog wird sicher wieder ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit der engagierten Roßwager.

Wie jedem Stadtteil fehlt auch Roßwag Platz, damit ansässige und auswärtige Familien bauen können und die Einwohnerschaft  sich erweitert. Nur so kann die Infrastruktur wie Grundschule und Kindergarten erhalten bleiben. Eine Möglichkeit bietet der Verkauf von Eigentum altershalber und die Bebauung von freien Flächen. Gespannt waren die Liberalen auf das neue Wohngebiet „Im Weinring“, das mit 35 – 38 Neubauplätzen das letzte mögliche Erweiterungsgebiet für Roßwag werden wird.

Das zweite Verkehrsproblem besteht an der Kreisstraße aus Richtung Mühlacker: Eine zu weite abschüssige Einfahrt vor der engen Ortsdurchfahrt brachte kürzlich den traurigen Rekord von 285 Geschwindigkeitsübertretungen in 7 Stunden. An der Rathausecke hält sich seit 4 Jahren hartnäckig ein Provisorium, das Fußgänger an der Engstelle Sicherheit geben soll. Auf die Umsetzung der Lösung, dort einen erhöhten Fußweg mit herausnehmbaren Pollern zu bauen, wartet OV Eisinger seit Langem.

Schließlich bekam die FDP-Gruppe noch eine Führung durch die Neue Kelter bei vollem Betrieb. Aufsichtsratsmitglied Hoffmann erklärte den Durchlauf der Trauben von der Anlieferung bis zur Vermarktung. Großes Erstaunen und viele Fragen lösten vor allem die riesigen Tanks aus. Das anschließende Viertele gab es dann aber bei angeregten Gesprächen  in den „August-Lämmle-Stuben“. Aurichs Ortsvorsteherin Helga Eberle las ein Gedicht aus der Nachbarschaft in früheren Zeiten und der Vorsitzende des FDP Ortsverbandes Roland Zitzmann bedankte sich bei OV Eisinger herzlich für die Führung.